Abflug

Liebe Menschen,

in ein paar Stunden ist es so weit und ich fühle mich 7 Monate zurückversetzt – als ich damals in Deutschland wenige Stunden vor dem Abflug noch einen Blogeintrag verfasste.
Nun geht es in die andere Richtung aber Abschied und Ankunft sind nicht einfacher geworden.

Heute bin ich mit Andi noch ein letztes Mal ins Amana zu unserer Arbeitsstelle gegangen. Allein schon der Weg dorthin, den wir 2 Monate nicht gelaufen sind, war traurig. So viele liebe Menschen haben sich gefreut uns wiederzusehen und ein paar Sätze später dann rückten wir schon mit der Sprache heraus und berichteten, dass wir Tansania verlassen müssen.  Das wurde allseits mit viel Mitleid bekundet und wir erhielten ganz viele Safari njema  (Gute Reise) Wünsche.
Es ist ein sehr merkwürdiges Gefühl, Menschen das vermutlich letzte Mal zu sehen und das vermutlich letzte Mal eine Straße entlang zu laufen und das letzte Mal in der Ilala WG zu schlafen. Wehmut über den Abschied und Vorfreude über die Ankunft .
Dennoch bin ich unendlich dankbar und ich fühle mich unglaublich bereichert, diesen Freiwilligendienst erlebt haben zu dürfen. Ich schätze diese Erfahrung als etwas sehr Besonderes und absolut nichts Selbstverständliches.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat weltwärts ins Leben gerufen und ich bin Eine von ein paar Tausend deutschen Freiwilligen jährlich, die mal eben, vom deutschen Steuerzahler finanziert, in den globalen Süden reiste, ein bisschen arbeitete und in die Kultur eintauchen durfte.
Ich sehe mich mehr denn je in einer wahnsinnig privilegierten Position und der Gedanke dass so viele Menschen in Tansania einer solche unglaublichen Erfahrungen verwehrt sind, stimmt mich oft sehr nachdenklich.
Der weltwärts Freiwilligendienst wird als Lerndienst bezeichnet und als solchen habe ich ihn auch erlebt. Ich konnte nicht viel verändern – das war nicht unsere Aufgabe. Und doch habe ich so so oft gedacht: Ach, hätten wir nur dieses oder jenes oder wäre das nur anders… Nein, so schmerzhaft es auch teilweise ist (gerade in einem medizinischen Beruf), wir waren nicht hier um großartige Veränderungen zu machen. Wir waren in erster Linie hier, um zu Lernen. Über das Land, über die Menschen, die Kultur, all so etwas. Und überhaupt habe ich mich von der Ansicht entfernt, Entwicklungsländer müsse man den Neusten Stand der Dinge überstülpen. Die Frage muss immer sein: wollen und brauchen die Menschen hier das überhaupt? Oder möchten sie ihren Weg lieber selber gehen, in ihrem eigenen Tempo, auf ihre eigene Weise ohne dem Weißen der mit erhobenen Zeigefinger dasteht?

Auch wenn ich in weniger als 24h wieder deutschen Boden unter meinen Füßen spüren werde, so ist mein Lernen und Verstehen über das große Ganze nicht abgeschlossen – ich habe mehr das Gefühl es hat gerade erst angefangen und Dank meiner Herkunft konnte ich all diese prägenden und eindrücklichen Erlebnisse machen. Ich fühle mich reich beschenkt.

Und während ich diesen Freiwilligendienst machen durfte, so hoffe ich, hier vor Ort einen durchweg positiven Eindruck und kleine, feine Fußspuren hinterlassen zu haben. Ich hoffe, Deutschland auf eine gute Art repräsentiert zu haben und ich hoffe, man denkt gerne an mich zurück.

 

 

Und weil Ihr das so von mir gewohnt seid…. Im Folgenden noch (unsortierte) Bilder – ein Potpourri an bunten Fotos die in den letzten Wochen noch so entstanden sind und  ein bisschen das Leben widerspiegeln

.
Die Regenzeit ist gerade am Abklingen und am Sontag war der erste super sonnige Tag seit Wochen. Natürlich sind wir an unseren liebsten Strand gegangen und ich hab die Sonne aufgesaugt, und ich bin wieder ein bisschen brauner und ein bisschen blonder…Und auch sonst haben wir noch einmal viel gemeinsam unternommen, haben gemeinsam gekocht, waren abends feiern, hatten einfach Spaß 🙂

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Markus, Maria und ich

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noch einmal Dala fahren

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Einsiedlerkrebs

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Felix und ich am South Beach

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Maria frisiert

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und Maria verschönert die Wände in Magomeni

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Staubschicht auf meinem neuen Moskitonetz, welches erst 2 Wochen hing… Iam not gonna miss this

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Felix und Markus in einer Bar … lächeln können sie… 🙂

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Maria liest das Rosie-Projekt

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und was habt ihr heute so geschafft?

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Regenbogen über Kigamboni

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und das ist mein Gepäck… übervoll

Maria und ich fliegen also heute Nacht zusammen nach Leipzig – mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Und vorher kommen noch alle Freunde und Freiwillige zum Verabschieden nach Ilala … puuh, das wird nochmal schwer. Meine liebe Freiwilligen-Familie habe ich nämlich dolle ins Herz geschlossen, zu jedem hatte ich ein tolles Verhältnis und ich bin so dankbar über diese Freundschaften ❤

 

Bis ganz bald,

Melanie

Achja, und das ist aus dm Projekt ich schneide meine Haare ganz kurz und lass sie dann ein Jahr wachsen geworden… auch wenn es nur 7 Monate waren, interessant war es trotzdem. Welche Länge fandet ihr am Besten? 🙂

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bad hair don´t care 😉

 

Schlussstrich

So ihr Lieben,

alles auf Anfang.

Ihr kennt die Visa-Problematik und vermutlich kommt sie euch genauso aus den Ohren heraus wie uns. Mich hat das Thema so gestresst in den letzten Wochen und Tagen, dass ich nicht noch mal so viele Worte darüber verlieren mag.
Wer nochmal nachvollziehen möchte, was uns alles so so widerfahren ist (ausschnittsweise), dem sei Danas Blogeintrag darüber ans Herz gelegt, da wird nämlich schon vieles gesagt.

Also, bitte einmal hier entlang.

Hört sich schon ein bisschen nervig an das Ganze oder? Ja… war es auch.
Dann hatten wir auf Sansibar unseren neuen Plan geschmiedet.
Doch dann kam letzten Freitag die weltwärts Koordienierungsstelle engagement global dazwischen. Mit einer ganz klaren Ansage: Ausreisen und Businessvisa sind keine Option mehr, genauso wenig wie eine erneute Verlängerung des Touristenvisa.
Die Rückreise von uns Freiwilligen nach Deutschland müsse eingeleitet werden.

Wow. Das saß.

Das ist der Status Quo. Nach nur sieben Monaten im Land und nur fünf Monaten der Mitarbeit in unserer Arbeitsstelle ist das Projekt gescheitert und der gesamte Tansania-Jahrgang 16/17 muss zurück nach Hause.

Die Begeisterung darüber ist bei fast allen eher so mäßig bis gar nicht vorhanden.
Ich dagegen bin erleichtert das diese Ungewissheit ein Ende hat und das mir die Ausreise nach Sambia erspart bleibt. Außerdem freue ich mich einfach viel zu sehr auf meine Familie, meine Freunde, meinen Hund, meinen Wald, mein Lieblingsessen…. und auch die Aussicht bald mal wieder richtig anpacken zu können was die Arbeit angeht.

Tja. Jetzt habt ihr mich früher als gedacht wieder an der Backe 🙂

Ihr seid alle herzlich eingeladen mich mit meinen Lieblinsgerichten zu empfangen 😉

Bis ganz bald

April-Feeling

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schönstes Erlebnis im April
Lushoto & Sansibar

Was ich derzeit vermisse
Beschäftigung

Anzahl Moskitostiche insgesamt
ich habe aufgehört zu zählen

aktuelle Lieblingsvokabel
gibt es derzeit nicht

hilfreichste interkulturelle Lernerfahrung
Kontakte sind offenbar auch in Tansania das A und O.
Bei unserem Besuch im Immigration Office waren wir sowohl erfolgreich als auch schnell dran, weil ein für uns Freiwillige verantwortlicher Arzt im Amana Krankenhaus eine Verwandte im Office hat, die uns auch die Visa-Extension in den Pass stempelte.
Dieser Stempel hätte uns jedoch bei Passkontrollen bei Ankunft auf Sansibar wieder zum Verhängnis werden können, hätte Felix nicht Menschen in Uniform mobilisiert.

der Monat in drei Worten
Berge & Meer &  Regen

Intellektuelles Schlusswort / Zitat / Erkenntnis
„Der schlimmste Fehler von Frauen ist ihr Mangel an Größenwahn.“
Irmtraud Morgner

Sansibar <3

Eine neue Fotolovestory ❤

Hallo in den Norden,

wir haben die letzte halbe Woche, anlässlich des Zwischenseminars, auf Sansibar verbracht.
Hachja. Alle meine traumhaften Vorstellungen der Insel wurden noch übertroffen.
Und das Seminar an sich war auch sehr lohnenswert.
Es wurden viele wichtige Fragen geklärt, wir haben reflektiert, zurückgeschaut, nach vorne geschaut, ausgewertet, diskutiert und gelacht.
Auf dem Seminar und Dank des regen Austauschs und der vielen Gespräche, konnte ich wieder etwas Kraft und Motivation schöpfen. Die Bilderbuch-Umgebung tat ihr Übriges 🙂

Los ging es am Mittwochmorgen. In Magomeni habe ich auf die restliche Bande gewartet und dann ab mit dem Schnellbus zur Fähre.

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morgens um 8 in Dar

Der Hinweg mit der Fähre hat 1,5h gedauert und war ganz nett. Maria und ich haben uns auf dem Deck den Wind um die Nase wehen lassen 🙂
Felix hat am Tag zuvor seine Kontakte mit der Feuerwehr spielen lassen und auf Sansibar angekommen wurden wir vom Oberboss der Feuerwehr persönlich in Empfang genommen und somit ganz unkompliziert am Visa-Schalter abgehandelt. Da ein hohes Tier in Uniform neben uns stand, gab es keine Nachfragen, weshalb wir denn schon seit Oktober mit zwei Touristen-Visa plus einer Verlängerung im Land sind… #dankefelix

Dann sind wir von Stonetown aus mit dem Dala nach Paje gefahren. Also einmal quer über die gesamte Insel – von Westküste nach Ostküste. Nach einer Dreiviertelstunde kamen wir dann am Seminarort an…

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Dann gab es erst einmal Mittagessen und danach ging es los mit dem Seminar.
Jakob, unser Koordinator von Arbeit und Leben Hamburg hat das Seminar geleitet, zusammen mit einem Verantwortlichen der Organisation Artefact.
Da waren also wir sieben von „Abenteuerleben HH“ und vier „Artefactler“, die ebenso ihren weltwärts Freiwilligendienst in Tansania leisten. Eine schöne Runde 🙂

So, und was haben wir dann den ganzen Tag über so angestellt?

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straffes Programm unter Palmen

Zwischen Vormittags-und Nachmittagsprogramm hatten wir 2h Mittagspause. Die konnten wir leider nur am zweiten Tag ausgiebig für Strand nutzen, da es an den anderen Tagen nur geregnet hat.
Tja, die Regenzeit macht auch vor Sansibar nicht halt.

Aber hier alle Sonnenfotos 🙂

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happy, so happy 🙂

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es ließ sich aushalten hier… 😉

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wo chillt es sich am Besten?

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vielleicht hier

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oder hier?

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dahinter das Meer

So, dann mal Badesachen an und eine Minute Fußweg zum Strand.

Liebe Leute, ich bin übrigens ganze fünf Tage Barfuß gelaufen. Wer mich kennt, weiß, dass mich das ziemlich glücklich machen kann. Fünf Tage Glück also, in denen ich mich immer mal wieder gefragt habe, warum ich eigentlich nochmal drei Paar Schuhe mitgenommen habe… 😀

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Aloha Heja He ….

Die ganzen extrem gelungenen, farbintensiven Fotos sind vom Felix 🙂

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… ich hab das Paradies gesehen…

Die Lodge hatte übrigens einen Hund 🙂

Melanie, barfuß in Begleitung mit Hund?
Lebensziel erreicht.
Zufriedenheit bei 100%.
Schönes Leben, schöne Welt ❤

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Ohren kraulen lassen und Pfoten in den Sand stecken

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Von solchen Schönheiten waren wir umgeben während wir uns beim Seminar Gedanken über den Freiwilligendienst, Tansania, Afrika, die Welt, und uns selbst Gedanken machten 🙂

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ein welwärts-kritischer Text

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zu Füßen: eine stille Diskussion über Liebe

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wahre Liebe: Küsschen in der Hängematte

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Ohja, uns gings mal wieder sehr sehr gut  Danke für die schöne Zeit 🙂

Am Sonntag nach dem Mittagessen fuhren wir zurück nach Dar.
Ganz ohne Feuerwehr-Begleitung hatte ich Glück, aber Maria nicht so: sie musste sich beim „auschecken“ erklären und sich ein kleines Ammenmärchen über ihre ganzen Tansania-Touristenvisa aus der Nase ziehen…
Die Rückfahrt mit der Fähre war dann auch noch eine mittelschwere Katastrophe. Puh, ich bin ja eigentlich nicht so empfindlich aber dieser Wellengang… meine Güte, da hatten alle ganz schön zu kämpfen und ich musste mich auch schlimm konzentrieren und meinem Magen gut zureden. Hat geklappt und 2h waren wir schon wieder zurück.

Ab ins Dala, zurück nach Ilala.

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So, und hier regnet es weiter 😉

Es gibt auch noch ein Visa-Update. Auf dem Seminar haben wir uns mit der Organisation geeinigt, erneut auszureisen und an der Grenze ein Business-Visa zu beantragen. Das ist drei Monate gültig und wir dürfen damit auch arbeiten.
Also, nächstes Projekt: Ausreisen, und zwar nicht wieder Kenia sondern vermutlich Sambia. Oder Malawi. Das planen wir uns jetzt in den nächsten Tagen zurecht 🙂
Innerhalb der drei Monate sollte das dann mit den Permits auch klappen, sodass wir danach unbeschwert mit Aufenthalts-und Arbeitserlaubnis im Land bleiben können 🙂

Liebste Grüße

Lushoto

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ihr verbringt alle ein schönes Osterfest und genießt den Frühling.

Wir haben unser Ostern eine Woche vorgezogen und uns für ein paar Tage in die Berge verkrümelt. Genauer gesagt in die Usambara Mountains.
Da wars so wunderschön – ich muss es euch zeigen 🙂

Los gings letzten Donnerstag morgens um 6:00 – von Ilala aus nach Ubungo, dem großen Busterminal von Daressalam.

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ohne Nackenkissen und Decke gehe ich nirgendwohin 😉

Auf dem Foto sieht man nur ein paar Busse, eigentlich sind es aber viel viel mehr.

Wir saßen recht schnell im richtigen Bus in nach Lushoto. Es gibt aber auch hier, wie bei den Kleinbussen die innerhalb der Stadt fahren, keine festgelegte Abfahrtszeit. Es wird gewartet bis der Bus voll ist. Also saßen wir noch mal 1,5-2h im Bus, bis es dann schließlich losging.
Außerdem hat man uns Weiße natürlich wieder nach allen Regeln der Kunst versucht über den Tisch zu ziehen. Wir sollten 25.000TSH für die Fahrt bezahlen.
Wir haben dann andere Mitfahrer gefragt wieviel diese bezahlt haben.
Komisch. Nur 15.000TSH. Na sowas.
Da wir relativ viel von Gleichberechtigung halten, und unsere Hautfarbe auch nicht impliziert, dass man einen Goldesel im heimischen Garten rumstehen hat, haben wir der guten Frau der Busgesellschaft gesagt, wir werden genauso viel bezahlen wie alle anderen Fahrgäste auch – oder wir steigen direkt wieder aus uns suchen uns einen anderen Bus 🙂 Das hat geklappt.
Dass man generell als Weißer mehr bezahlen soll als andere, passiert mir hier übrigens ständig. Besonders gerne im Statdbus (Daladala), wo es aber einen festgelegten Preis gibt, nämlich 400TSH, egal wo man aussteigt. Mir ist es mittlerweile schon so oft passiert und es nervt mich so sehr, dass ich um mein Wechselgeld und den richtigen Preis kämpfen muss, dass ich schon einen richtigen Zwang enzwickelt habe. Ich kann nicht mehr  in ein Daladala einsteigen, ohne genau das passsende Kleingeld dabei zu haben. 800TSH für Hin-und Rückfahrt. Wenn man dem Kassierer schon den passenden Betrag in die Hand drückt, muss man auch nicht mehr um sein Wechselgeld bangen und man macht deutlich, dass man die Preise kennt.

Anyway.

Los ging es also, Richtung Norden. Über 8h Busfahrt für 340km. Man kommt nicht besonders schnell vorwärts, dass kennen wir ja schon von Mombasa 😉
Eigentlich mag ich solche Busfahrten, weil man so viel von Tansania sieht. Was ich aber nur schwer aushalten kann, ist die Tatsache dass es für die lange Zeit nur eine einzige Pause gibt. Und die ist auf die Sekunde genau 5 Minuten kurz. Ist dem Busfahrer egal, dass die komplette Busbesetzung aufs Klo rennt und man demnach länger ansteht…
Das sind diese Tage, wo ich meinen Körper um Vergebebung bitte, weil ich die ganze Fahrt über nur schlückchenweise 400ml Wasser trinke, anstatt meiner gewohnten 2l. Aber noch schlimmer als Durst zu haben ist eben aufs Klo zu müssen aber stundenlang nicht gehen zu können, weil es offenbar absolut unmöglich ist, eine zweite Minikurze Pause einzulegen 😦 …
Ich hoffe ihr lest und habt neben euch ein großes Glas Wasser stehen?! Es kommen noch einige Zeilen und Bilder 🙂

Zurück zur Reise 🙂

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sobald man aus Dar raus ist, wird es grüner 🙂

Die letzten 2h ging es dann nur noch in Schlängellinien aufwärts – Lushoto liegt auf 1200m.

Wir haben uns, traditionellerweise, für die Irente Farm als Unterkunft in Lushoto entschieden. Dort sind nämlich schon sämtliche Freiwilligen-Jahrgänge unserer Organisation vor uns hingereist, und ich habe es damals auf Mirjams Blog, meiner lieben Physio-Vorgängerin gelesen -und sofort gedacht: da muss ich hin! 🙂
Die Farm wird von Deutschen geleitet, hat aber jede Menge einheimische Mitarbeiter  und steht für biologische Landwirtschaft, Schutz der Biodiversität, naturnaher Tourismus und Lebensmittelproduktion.

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1452m Höhe

Uns wurde auch ziemlich schnell klar, warum die Irente Farm so ein beliebter Ort ist. Weil es suupii schön dort ist ❤
Auf der Farm werden ganz viele Tiere gehalten und  Käse, Joghurt, Marmelade, Brot usw werden selber hergestellt…

Morgens läuft man von der Backpacker-Lodge Richtung Dining Room noch mal einen Berg hinauf, an diesen ganzen süßen Geschöpfen vorbei ❤

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Deutsches Schwarz-buntes Niederungsrind ❤

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sausüß

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Corinna und Fluffy… die schönste männliche Diva in ganz Lushoto

Dann gab es Frühstück auf der Terrasse.

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Drinnen gab es Buffet mit soo vielen tollen leckere Sachen …das erste deutsche Frühstück mit Käse und Graubrot nach sechs Monaten.

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der Obstteller ist schon halb leer 😉

Mein Frühstück bestand übrgens zu 50% aus diesen unfassbar leckeren Tomaten. Es gibt ihn nämlich doch – den geschmacklichen, himmelweiten Unterschied zwischen Bio und Konventionell…

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und dann diese Aussicht beim Essen…

Wen wundert es da noch, dass wir uns jeden Tag ganz viel Zeit fürs Frühstücken gelassen haben 🙂

Aber wir sind schließlich auch zum Wandern in die Berge gefahren und deshalb wurde am ersten Tag schon die Landschaft erkundet und festgehalten 🙂

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sieht ja traumhaft aus

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Irgendwelche Pflanzenfreunde-und Kenner hier, die das ganze tolle Gewächs benennen können? 😉

Am ersten Tag war es noch recht nebelig und wir sind beim Wandern auch in einen ordentlichen Regenguss (es ist eben auch gerade Regenzeit…) gekommen, aber am nächsten Tag hatten wir schon viel mehr Glück.

Abends gab es aber erst noch Mal leckeres Essen und dann wurde sich warm angezogen 🙂 Es waren abends immer frische 18°C, und übrigens ziemlich feucht. Das Handtuch was ich am ersten Tag zum Duschen benutzt habe, wurde erst wieder trocken, als ich es, zurück in Dar, auf die Wäscheleine gehängt habe…

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Wolldecke & Wollsocken

Am nächsten Morgen, Samstag, sind wir dann ganz früh aus den Federn um pünktlich bei Sonnenaufgang am Irente-Aussichtspunkt zu sein.

Auf dem Weg dorthin…

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Und dann, dort oben angekommen, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Zwar sahen wir gar keine wirkliche „Aussicht“ da die Wolkendecke darüber lag – aber alleine dieser Anblick war unvergleichlich schön.

 

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gut, dass Mama nicht dabei war

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Corinna genießt den Ausblick

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und ich auch…

Dieser Aussichtspunkt war definitv das Highlight schlechthin in meinem ganzen Aufenthalt in Tansania bisher.

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Wenn die Wolken weg sind, kann man dann kilometerweit schauen – ebenso grandios, dieser Blick!

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beeindruckend schön

Danach gab es wieder das legendäre Frühstück und noch eine Wanderung 🙂
Jaja, wir waren nicht faul 😉 Am nächsten Tag habe ich auch ziemlich meine Waden gespürt 😉

Sonntagmorgen sind wir dann – schweren Herzens – zurück nach Dar. So richtig Lust diese frische Waldluft, die Höhenmeter, das Essen, die Stille und die Landschaft hinter mir zu lassen und gegen die graue, ohrenbetäubend-laute, und stickig-versmogte Großsstadt einzutauschen, hatte ich nun wirklich nicht 😦
Aber: ging nicht anders. Dafür hatten wir eine wunderschöne Zeit, die uns ein bisschen so wie Heimaturlaub vorkam 🙂  es war ganz wunderbar und ich danke allen lieben Herzensmenschen Zuhause, die sich daran beteiligt haben

Dann standen uns wieder 8h Fahrt und mir sozusagen eine „Durststrecke“ bevor. Aber auch das geht vorüber und abends hat uns Daressalam schon mit einem Sonnenuntergang begrüßt…darbus.jpg

 

Wer sich gefragt hat, warum wir Ostern eine Woche vorgezogen haben, dem sei das folgenden Update gewidmet.
Wie ihr wisst, sitzen wir ganz schön in der Klemme mit dieser leidigen Visa-Geschichte.
Einen Tag vor Lushoto sind wir zum Immigration Office gegangen und dort wurde fast allen (außer Dana und mir, weil wir beide so spät aus Mombasa zurückgekehrt sind) eine Visa-Verlängerung gewährt. Und zwar für 30 Tage.
Vorher aber ging es schon heiß her und da alles so ganz verrückt und unsicher aussah, hatten wir schon reservierte Rückflüge nach Deutschland. Aber dann kam ja die Verlängerung und wir haben jetzt noch einen Monat Zeit um an unsere Permits zu gelangen, ansonsten sieht es finster aus.
Zwei Freiwillige von uns haben sich jedoch trotz Visa-Verlängerung gegen das Fortführen des Freiwilligendienstes entschieden. Dario und Corinna haben wir am Dienstag am Flughafen verabschiedet.

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Ein trauriger Tag für mich, die liebe Corinna nach Hause gehen zu lassen, denn in ihrer Gesellschaft sind Spaß und Lachen garantiert und sie ist mir schlimm ans Herz gewachsen in den letzten Monaten 😦
Deshalb also, weil der Flug am 13.04. ging, wurde unser Ostern vorgezogen.

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Partner in Crime

In der Heimat herzlich in Empfang genommen – und in Ilala schmerzlich vermisst, ist die WG ist nun um einen lieben Menschen ärmer, und ruhiger. Jeder hat jetzt sein eigenes Zimmer.

Dana und ich gehen am 18.04. erneut zum Immigration Office, in der Hoffnung, dass auch uns noch eine Verlängerung gewährt wird.
Wenn alles glatt geht, ist das nächste große Ding das Zwischenseminar auf Sansibar, Ende April.
Bis dahin schlagen wir irgendwie die Zeit tot, denn eine Arbeitserlaubnis scheint noch in weiter Ferne…

Ich grüße euch lieb, habt eine schöne Osterzeit!

Melanie

P.S.: Ostern ohne Kree, ist gar kein richtiges Ostern…

Neues aus Dar

Hallo ihr Lieben,

es sind aufregende Zeiten in Daressalam.
Wir haben schon wieder April und wie der aufmerksame Leser weiß, sind wir vor ca. 3 Monaten nach Mombasa ausgereist, für ein neues Touristenvisum. Dieses läuft in den nächsten 2-3 Wochen wieder aus und wir brauchen nun eine XXL-Portion Glück, dass bis dahin unsere work-permits bearbeitet sind.
Wir haben uns außerdem allesamt an den dringenden Rat der deutschen Botschaft gehalten und unsere Arbeit in den Einsatzstellen pausiert. Es gab in der Feuerwehr bereits Kontrollen und man kann nie ausschließen, dass wieder welche vorkommen :-/

Nunja. Also, abwarten und Daumen drücken.
Und Bilder anschauen.

Unser Hauptfortbewegungsmittel in Dar sind die Kleinbusse (Daladala), die meistens völlig überfüllt sind. Und so sieht das aus…

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Corinna hatte Glück und bekam einen Sitzplatz

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Unweit von unserer Wohnung ist der Markt, wo wir uns meistens Essen kaufen. Auf meiner Einkaufsliste steht meistens: Avocado, Möhren, Gurke, Rote Bete, Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Kokosnüsse, Ananas, Kohl.

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über den Dächern von Dar

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south beach

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sunshine smile

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Fußball bei Sonnenuntergang

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und noch mehr Sport in der Abendsonne

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Diese beiden Süßen sehe ich fast jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit und man wird immer mit sehr viel Freude begrüßt…

Liebe Grüße!

März-Feeling

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schönstes Erlebnis im März
wir haben den South Beach entdeckt – Sansibarstrände in Daressalam

Was ich derzeit vermisse
Frühling

Anzahl Moskitostiche insgesamt
47

aktuelle Lieblingsvokabel
Usalimie…
(Sagt man wie in Deutschland auch, wenn man Grüße ausrichten lässt)
hilfreichste interkulturelle Lernerfahrung
Morgen (kesho) heißt in Tansania meistens nicht wirklich gleich morgen, sondern manchmal auch nächste Woche oder irgendwann oder nie…
Vor ein paar Wochen kam der Hausmeister vorbei und wir haben die Nebenkosten bezahlt. Da haben wir ihm gleich ein paar kleine Baustellen in der Wohnung gezeigt. Die hat er sich angesehen und gesagt, morgen gleich würde jemand zum Reparieren vorbeikommen. Darauf warten wir bis heute…

der Monat in drei Worten
Morgen. Visum-Ärger. Time-out.

Intellektuelles Schlusswort / Zitat / Erkenntnis
Fasten hilft bei fast allem.